Moritz Dittrich

architecture research

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München. Quartier am Olympiapark

Im Quartier am Olympiapark treffen Stadtstrukturen auf eine offene Parklandschaft. An dieser Schnittstelle entsteht ein Quartier mit urbaner Dichte, das die bish- erige Durchgangsfunktion zum Park erhält, jedoch um Infrastrukturen und Aufenthaltsräume in der neuen Nachbarschaft ergänzt. Die Ausbildung einer klaren städtebaulichen Kante zum Olympiapark, bei gleichzeitiger Einbindung des Parks durch grüne Erschließungsachsen, führt zu einem räumlich definierten Umgang mit der Landschaft. Zwei Plätze unterschiedlichen Charakters klammern das Gebiet ein und bilden Auftaktpunkte an den jeweiligen Schnittstellen. Hochpunkte an den beiden Plätzen verstärken die Auftaktsituationen. Zwei Nord-Süd verlaufende Straßen bilden zusammen mit den beiden grünen Ost-West verlaufenden Achsen die Teilungsgeometrie der Baufelder.


Die Baufelder sind mit großen Blockfiguren überbaut, sodass ein klares Figur-Grund-Verhältnis den Straßenraum lesbar macht. Die großen Blöcke werden durch zwei verschiedene, sich gegenseitig formende Hoftypen gegliedert. Zum einen gibt es offene Hoflandschaften, die als Teil des öffentlichen Raumes Gastronomie, Gewerbe und Dienstleistungen aufnehmen. Dem gegenüber entstehen private Wohnhöfe, die den angrenzenden BewohnerInnen gemeinschaftliche Außenberiche bieten. Urban Gardening oder kleine Kuben zur individuellen und flexiblen Nutzung sind hier vorgesehen.



Die heterogen gestalteten Gebäudetypen mit Tiefen zwischen zehn und 22 Metern, lassen ein breites Nutzungsspektrum und auf verschiedene Bedürfnisse zug- eschnittene Grundrisse zu; Reine Wohnblöcke werden über Laubengänge im Inneren der Höfe erschlossen, die äußeren Blöcke verfügen über Aufgänge und Er- schließungsflure. Mit einer GRZ von 0,31 und einer GFZ von 1,96 entsteht eine Dichte, die Urbanität erzeugt und neuen Wohnraum schafft. Der südliche Auftaktplatz ist durch Verkehrsinfrastrukturen wie Car- und Bikesharing, sowie E-Laden mit den bestehenden Strukturen des ÖPNV geknüpft. Des Weit- eren wird er von der gegenüberliegenden Markthalle als ein belebter, geschäftiger Ort in der Nachbarschaft geprägt sein. Über ein Shared Space Konzept verbindet eine der beiden grünen Erschließungsstraßen diesen mit dem Platz am Fuß des Olympiaparks; er bietet durch flexible Nutzungsmöglichkeiten Aufenthalts- und Rückzugsmöglichkeiten, auch die Bespielung durch temporäre Events bietet sich hier an. Zusätzlich wird das Gebiet um eine Nachbarschaftswerkstatt mit Handw- erkerhof im Nordwesten, eine Kindertagesstätte als Pendant zur Montessori Schule im Nordosten und ein Kino am Platz am Olympiapark ergänzt.



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